Akkukalibrierung: Macht das heute überhaupt noch Sinn?
Viele Nutzer fragen sich, ob ein neuer oder fehlerhaft anzeigender Smartphone-Akku kalibriert werden muss. Die klare Antwort: Ja – aber anders als früher.
Moderne Geräte verwenden Lithium-Ionen-Akkus, die nicht eingefahren werden müssen. Eine Kalibrierung kann jedoch helfen, wenn die Akkustandsanzeige ungenaue Werte liefert oder das Smartphone unerwartet ausgeht.
Warum eine Kalibrierung manchmal notwendig ist
Im Laufe der Zeit kann es passieren, dass die Software die tatsächliche Akkukapazität nicht mehr korrekt einschätzt. Die Folge:
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Der Akkustand springt plötzlich
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Das Gerät schaltet sich bei scheinbar 10–20 % aus
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Die Laufzeit wirkt ungleichmäßig
Eine einmalige Kalibrierung kann diese Anzeigeprobleme beheben.
So kalibrieren Sie einen modernen Smartphone-Akku richtig
1. Gerät entladen
Nutzen Sie das Smartphone ganz normal und lassen Sie den Akkustand auf etwa 5–10 % sinken.
(Eine komplette Entladung auf 0 % ist nicht notwendig und für Li-Ion-Akkus auf Dauer ungünstig.)
2. Ohne Unterbrechung aufladen
Laden Sie das Gerät anschließend in einem Durchgang auf 100 % auf.
3. Kurz weiterladen lassen
Lassen Sie das Smartphone nach dem Erreichen von 100 % noch 30–60 Minuten am Ladegerät.
So kann die Ladeelektronik den Akku sauber „ausbalancieren“.
Wann ist eine Kalibrierung sinnvoll?
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Wenn der Akkustand ungenau angezeigt wird
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Wenn das Gerät plötzlich ausgeht
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Nach größeren Software-Updates
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Wenn die Akkuanzeige stark schwankt
In den meisten Fällen reicht diese einmalige Maßnahme aus, damit die Akkuanzeige wieder zuverlässig arbeitet.